Mobil Fernsehen per Handy oder Laptop

Mobiles Fernsehen ist in Österreich recht einfach: Man kann mit einem Datentarif buchen und Fernsehen übers Internet live auf ein mobiles Endgerät wie Smartphone oder Tablet holen.

Technische Voraussetzung ist ein UMTS-fähiges Gerät. Dieses sollte von Haus schon ein ordentliches Tempo bei der Datenübertragung bieten. Manchmal wird mobiles TV nur fürs Smartphone angeboten, manchmal für Smartphones und Tablets beziehungsweise Laptops und Notebooks.

Ein vorzeitiges Erreichen oder Überschreiten der im eigenen Tarif gebuchten Datenmenge muss man nicht befürchten: Die fürs Fernsehen benötigte Datenmenge ist im Tarif inkludiert.

Mobiles TV: die Angebote

Die Kosten für eine Fernseh-Option schwanken zwischen 79 Cent pro Tag und rund 12 Euro pro Monat. Es gibt je nach Option und Anbieter zwischen 17 und über fünfzig Fernsehsender – darunter auch ausländische Kanäle – sowie deutsche und fremdsprachige Radiosender.

Man kann fernsehen auch im Paket mit einem Monatstarif samt unbegrenzter Datenmenge buchen, das kostet zwischen dreißig und vierzig Euro. Dazu bieten die Mobilfunkbetreiber eigene Apps für Smartphone beziehungsweise Tablet PC.

Mobiles TV wird derzeit angeboten von „Drei“, A1 Telekom Austria und T-Mobile. Es ist noch kein Massenmarkt, derzeit nutzen beispielsweise beim Anbieter Drei täglich etwa 10.000 bis 12.000 Kunden diesen Service.

Mobiles TV: die Alternativen

Eine grundsätzliche Alternative zu den genannten Optionen ist für Laptop-Besitzer die Anschaffung eines Surfsticks, der gleichzeitig die Rundfunktechnik DVB-T beherrscht. Mit solch einem Stick kann man am Laptop alle Sender empfangen, die vor  Ort über DVB-T ausgestrahlt werden.

Hier muss man darauf achten, dass der Stick auch die UMTS- und GSM-Frequenzen an Bord hat, auf denen der Mobilfunkbetreiber sendet.

Mobiles Fernsehen: ein Rückblick

Mobiles Fernsehen sollte in Österreich zunächst mit einer Rundfunk-Übertragungstechnik laufen, die für den Empfang von mobilen Endgeräten optimiert war. Diese hieß abgekürzt DVB-H, das Kürzel steht für das englische Digital Video Broadcasting – Handhelds, deutsch: Digitaler Video-Rundfunkübertragung für Handgeräte. Eine entsprechende Lizenz wurde im Februar 2008 vergeben.

Doch das Angebot wurde Ende 2010 eingestellt, das Interesse der Kunden hielt sich offenbar in Grenzen. Experten schätzten, dass etwa 10 000 bis 15 000 Österreicher von diesem Angebot Gebrauch machten.

Man brauchte zum Empfang ein Handy, das neben den Mobilfunktechniken GSM und UMTS auch die Rundfunktechnik DVB-H an Bord hatte, was zusätzliche Kosten mit sich brachte. Mit den auf immer schnelleres Tempo ausgebauten Mobilfunknetzen wurde andererseits ein neuer Übertragungsweg für Fernsehen übers Internet geschaffen, der ohne zusätzliche Rundfunktechnik auf den Mobilfunkgeräten auskam. So kam das Aus für DVB-H.