03.01.2012

T-Mobile und „3“ planen angeblich Netzehe

Laut der Zeitung „Wirtschaftsblatt“ haben die Netzbetreiber T-Mobile Austria und Hutchison 3G („3“) vereinbart, ihre UMTS-Netze zu teilen. Diese Verfahren nennt man „National Roaming“. Angeblich ist der Telekom-Regulator Georg Serentschy bereits über dieses Vorhaben informiert.

Für Kunden hat die Kooperation Vorteile

Die Genehmigung einer solchen Zusammenarbeit durch den Regulator ist nicht notwendig, dies schreibt der Konzessionsvertrag aus dem Jahr 2000 für ­die Zusammenschaltung von UMTS-Mobilfunknetzen von Mitbewerbern fest. Dieses Verfahren wird als „National Roaming“ bezeichnet und hat für beide Wettbewerber den Vorteil, dass das eigene Netz nicht ausgebaut werden muss, um die reale Netzabdeckung zu vergrößern.

Wo T-Mobile Kunden nicht mit UMTS erreicht, werden diese ins Netz von Hutchison 3G umgeleitet und umgekehrt. Der Betreiber, der Kunden des anderen sein Netz zur Verfügung stellt, bekommt Roaming-Gebühren vom anderen Betreiber bezahlt. Für den Kunden macht sich das so bemerkbar, dass er nun auch an Orten Empfang hat, an denen früher kein Signal angezeigt wurde.

Kein Kommentar bisher

Diese Kooperation zwischen T-Mobile Austria und Hutchison 3G soll angeblich ab Juli 2012 in Kraft treten. Die beiden Telekommunikationskonzerne haben sich bislang nicht zu den Gerüchten geäußert. Regulator Serentschy, Chef der Regulierungsbehörde RTR, wollte ebenfalls keine Angaben gegenüber dem „Wirtschaftsblatt“ machen.

Mitte April 2011 hatten T-Mobile Austria und Orange Austria eine ähnliche Partnerschaft für Mobilfunk und mobiles Internet in Österreich angekündigt. Diese scheint laut Insider-Informationen nun vom Tisch zu sein. Hier dürfte auch ein Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von Orange Austria durch Hutchison 3G existieren. Hutchison 3G soll angeblich bereit sein, bis zu 1,1 Milliarden Euro für Orange Austria zu zahlen.

Autor: KN