13.11.2014

Handytarife werden in Österreich immer teurer

Die Handytarife der österreichischen Anbieter sind seit 2005 um durchschnittlich 76,2 Prozent gestiegen. Die ermittelte die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich. Auch in diesem Jahr haben die Netzbetreiber A1, T-Mobile und Drei die Preise ihrer Tarife angezogen. Bessere Leistungen und Konditionen bekomme der Kunde dafür aber nicht, bemängelt die AK.

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Mobilfunker locken mit Gratis-Handys

Wer mit seinem Handy in österreichischen Netzen telefonieren will, muss dafür immer tiefer in die Tasche greifen. Laut der AK sind die Preise für Handytarife seit 2005 um rund 76 Prozent angestiegen. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Denn auch in diesem Jahr wurden die Tarife wieder teurer.

Die AK warnt Kunden vor allem vor den gerne beworbenen Null-Euro-Handys, die es zu einem Mobilfunktarif dazu gibt. „Gratis bedeutet nicht kostenlos! Mobilfunkfirmen versuchen neue Kunden durch Gratishandys zu gewinnen, allerdings verbunden mit langen Bindungsdauern und hohen Grundgebühren. So holen sie sich das Geld vom Konsumenten wieder.“

Ohne Wettbewerb kein Preiskampf

Kritisiert wird auch der fehlende Wettbewerb unter den Mobilfunkbetreibern. Seit 2010 der Netzbetreiber Drei den Konkurrenten Orange übernommen hat, hat sich die Situation laut der Konsumentenschützer noch verstärkt. Aus diesem Grund habe die AK die Bundeswettbewerbsbehörde kontaktiert, die daraufhin Ermittlungen aufgenommen hat.

Kunden haben nicht viele Möglichkeiten, sich gegen die steigenden Preise zu wehren. Die einzige Option sei laut der AK eine Kündigung und der Wechsel zu einem günstigeren Konkurrenten wie einer der zahlreichen Billig-Anbieter. „Wenn aber alle Handybetreiber mehr oder weniger gleichmäßig die Tarife erhöhen, ist das sinnlos“, gibt die AK zu.

Doch nicht nur über die zu hohen Preise beschweren sich die Kunden bei der AK. Auch die mangelnde Qualität des Kundenservices sowie die eingeführte Servicepauschale sorgen für viel Unmut. „Wofür diese Gebühr eingehoben wird, ist für viele Konsumenten nicht nachvollziehbar.“

Autor: ES