19.12.2014

Connect Netztest 2014: Österreichische Netzbetreiber überzeugen

Österreich ist ein mobiles Land. Auf acht Millionen Einwohner kommen 13 Millionen Sim-Karten (Stand 2013). Kommuniziert wird hauptsächlich im Mobilfunknetz. Allein zwischen 2012 und 2013 ist das Transfervolumen in den Datennetzen um 57 Prozent auf 112.000 Terabyte gestiegen. Ob die Netze der drei Betreiber diesen Ansturm bewältigen können, hat die Fachzeitschrift Connect im diesjährigen Netztest untersucht.

Quelle: Connect

Österreichische Datennetze zeichnen sich durch hohe Zuverlässigkeit aus

Die österreichischen Netzbetreiber A1 Telekom Austria, T-Mobile und Drei standen auch 2014 wieder auf dem Prüfstand. Die Zeitschrift Connect hat die Datennetze hinsichtlich Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit getestet.

In den Großstädten bescheinigt Connect allen Betreibern eine beeindruckende Zuverlässigkeit. Beim Aufruf von Internet-Seiten liegen die Erfolgsraten bei über 99,5 Prozent. Beim Streamen von HD-Youtube-Videos liegen zwar zwei von drei Netzbetreiber unter der 99-Prozent-Marke, dennoch ist das noch immer ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis.

Beim Surfen im Internet sind die Unterschiede gering. Während im A1-Netz eine Seite im Durchschnitt in 2,2 Sekunden geladen wird, liegt die Ladezeit bei T-Mobile und Drei bei drei Sekunden. Dafür gibt es größere Unterschiede bei den Up- und Download-Raten, die bei A1 teilweise drei bis acht Mal so schnell sind wie bei Drei. In Kleinstädten liegen die Netzbetreiber nahe beieinander. Aber auch hier bietet A1 die höchsten Geschwindigkeiten. Dafür waren die Netze von Drei und T-Mobile zum Teil zuverlässiger.

Platz 1: A1 überzeugt mit „sehr gutem“ Netz

Im Connect Netztest 2014 sichert sich A1 den ersten Platz. Von insgesamt neun Kategorien in den Bereichen Telefonie und Daten entschied der Mobilfunker acht für sich. Die Sprachübertragung zeichnet sich durch Stabilität und Klangstärke aus, wohingegen das Datennetz mit hohen Datenraten überzeugt. A1 konnte die durchschnittlichen Download-Geschwindigkeiten von über 40 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im letzten Jahr auf über 50 Mbit/s in diesem Jahr erhöhen.

Besonders schnell sind Nutzer in den Datennetzen in Großstädten unterwegs. Hier liegt der mittlere Durchsatz bei 55 Mbit/s im Download sowie bei 29 Mbit/s im Upload. Auch bei der Bahn, die schwer zu versorgen ist, kann A1 sich deutlich von der Konkurrenz absetzen. Aus diesem Grund bewertet Connect das A1-Netz zum sechsten Mal in Folge mit einem „Sehr gut“.

Platz 2: T-Mobile schwächelt in Kleinstädten, aber überzeugt in Großstädten

T-Mobile belegt den zweiten Platz. Der Mobilfunker konnte sich im letzten Jahr deutlich steigern. Die mittleren Datenraten liegen nicht mehr bei 13 Mbit/s wie im Netztest 2013, sondern bei guten 28 Mbit/s.

Punkte einbüßen musste T-Mobile bei der Telefon-Qualität in der Bahn, bei den Upload-Raten sowie bei HD-Videos in Kleinstädten. Mehr wiegen jedoch die Ergebnisse beim Telefonieren und beim Datentransfer in Großstädten – und die waren sehr gut. Insgesamt reicht es für ein „Gut“ in der Gesamtwertung. 

Platz 3: Aufholjagd des Providers Drei

Der Mobilfunker belegt den dritten Platz. Zwar lässt er im Bereich der Telefonie T-Mobile hinter sich, doch beim mobilen Internet gibt es kleinere Abstriche. So musste Drei vor allem bei den Upload- Geschwindigkeiten und den Erfolgsraten beim Streamen von Youtube-Videos in HD Punkte lassen. Das gilt vor allem für die Indoor-Versorgung von Großstädten und Kleinstädten.

Probleme gab es auch in Zügen – sowohl bei der Telefonie als auch beim mobilen Surfen. Dafür holte Drei in den wichtigen Bereichen auf. Bei den mittleren Download-Raten konnte sich der Mobilfunker von 7 Mbit/s im Jahr 2013 auf 30 Mbit/s steigern. Das Drei-Netz wird von Connect insgesamt mit einem „Gut“ bewertet.

Autor: ES