Handys: Telefonieren und Internet

Handys sind Mobiltelefone, die in Netzen der zweiten und dritten Mobilfunkgeneration, also GSM- und UMTS-Netzen eingesetzt werden können.

Weitere Funktionen sind Kurznachrichten (SMS), Multimedianachrichten (MMS) und Internetfunktionen wie der Empfang von Emails oder das Herunterladen von Musik oder Videos.

Eine Unterkategorie der Handys sind sogenannte Feature-Phones, die für bestimmte Funktionen optimiert wurden – für das Hören von Musik oder das Fotografieren. Smartphones sind eine eigene Gerätekategorie, von Handys unterscheiden sie sich dadurch, dass sie durch Zusatzprogramme um beliebig viele Funktionen erweitert werden können. Für die Bezeichnungen Handy, Feature-Phone oder Smartphone gibt es keine verbindlichen Industrie-Standards, es hat sich allerdings ein fester Sprachgebrauch etabliert.

Handys und mobiles Internet

Auch mit Handys kann man im mobilen Internet surfen; bei den einfachsten Geräten fehlt diese Funktion allerdings. Andere einfachere Handys bieten nur das Surfen mit GPRS an.

Einsteigermodelle mit voller Internetfunktion bieten in GSM-Netzen die Datenübertragungstechniken GPRS und  EDGE, in UMTS-Netzen HSDPA mit bis zu 2 Megabit pro Sekunde; dazu kommt noch die eine oder andere Zusatzfunktion wie Surfen per WLAN oder die Übertragung von Videos, die Nutzung ortsbezogener Dienste oder Navigation mit einem GPS-System.

An Funk-Verbindungen für Handys gibt es neben GSM, UMTS und WLAN – die den Zugang zum Internet bereitstellen – bei etlichen Handys noch Bluetooth für den drahtlosen Anschluss von weiteren Geräten wie zum Beispiel Kopfhörer oder Freisprecheinrichtung. Das Zubehör ist vom Modell abhängig, meist wird eine kleinere Kamera angeboten

Handys fürs Internet: Die Anfänge

1998 startete Mobilkom den Empfang von eigens für Handys optimierten Webseiten in Österreich, die dabei verwendete  Technik nannte man WAP (Wireless Application Protocol). Damit konnte man zu Anfang aktuelle Schlagzeilen abrufen, das Nokia 7110 war das erste Handy am österreichischen Markt, das diese Funktion anbot.

In Österreich wurden die ersten UMTS-Handys im Jahr 2003 verkauft.  Nach Angaben des Internetportals „Krone.at“ war das Siemens U10 das erste UMTS-Handy in Österreich. Es brachte in GSM-Netzen eine Übertragungsgeschwindigkeit von 32 bis 40 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) und in UMTS-Netzen 384 kbit/s. Das Gerät konnte 500 Telefonnummern speichern, ein Detail, das damals in den technischen Beschreibungen eigens aufgeführt wurde. Das U10 eignete sich zum Empfangen von Emails. Als Preis wurden 799 Euro genannt.

Als nächstes folgte das NEC E606, ein Klapphandy mit dem man allerdings nur in UMTS-Netzen online gehen konnte, die notwendigen Datenfunktechniken für GSM-Netze (GPRS und EDGE) gab es nicht. In UMTS-Netzen schaffte es ebenfalls 384 kbit/s. Es konnte Videos und Musikstücke abspielen und hatte einen Browser für Handy-optimierte Webseiten.