Smartphones

Smartphones sind Mobiltelefone, die mehr können als nur telefonieren: Sie haben ein eigenes Betriebssystem und können mit zusätzlichen Programmen – Apps – beliebig aufgerüstet werden.

Diese Software lädt man aus dem Internet auf ein Smartphone herunter und erweitert somit seine Funktionen.

Smartphones sind wahre Alleskönner: Man kann gleichzeitig im Internet surfen, E-Mails senden und empfangen, telefonieren und SMS verschicken. Außerdem können Smartphones Fotos machen, Musik abspielen und meist auch Videos aufnehmen. Die herunterladbaren Apps bringen daneben beispielsweise Bürosoftware zum Erstellen von Dokumenten auf Smartphones. Für verspielte Naturen ist auch gesorgt: Moderne Smartphones mausern sich zu mobilen Spielekonsolen.

Bildschirm und Tastatur

Um sich sinnvoll im Internet zu bewegen, braucht ein Smartphone einen Bildschirm, der größer ist als bei herkömmlichen, älteren Handys. Die Größe reicht von 2,8 Zoll (7,1 Zentimeter) bis 4,3 Zoll (10,9 Zentimeter). Viele Smartphones haben einen berührungsempfindlichen Bildschirm, über den sie gesteuert werden.

Es gibt aber auch Smartphones, die eine ausziehbare Tastatur haben, eine sogenannte QWERTZ-Tastatur – benannt nach den ersten Buchstaben auf der Tastatur. Bei anderen Smartphones, zum Beispiel Blackberrys, ist diese Tastatur fest unter dem Bildschirm angebracht. Statt einer Tastatur könnten aber auch andere Bedienelemente eingebaut sein, zum Beispiel Steuerkreuze und –knöpfe für Spiele-Apps.

 

Prozessor und Speicher

Die Rechenleistung von Smartphones übertrifft die herkömmlicher Handys um ein vielfaches. Die Funktionen erfordern Prozessoren ähnlich wie in PCs. Die aktuelle Rechenkraft der Smartphone-Prozessoren reicht von etwa 300 MHz bis 1,2 Gigahertz – also von 300 Millionen Operationen pro Sekunde bis 1,2 Milliarden Operationen. Je größer diese Zahl ist, desto schneller kann Ihr Smartphone rechnen.

Für die vielen Programme und Funktionen benötigt man Speicher. Smartphones bieten zwischen 256 Megabyte und 32 Gigabyte. Hat das Smartphone selbst nicht genug Speicher, kann es oft über eine Micro-SD-Speicherkarte aufgerüstet werden, um mehr Platz zu schaffen.

Radio und Fernsehen auf dem Smartphone

Auch sonst gibt es so einiges an Zubehör im Kleinformat, das man in ein Smartphone packen kann, dazu gehören Höhenmesser, Beschleunigungsmesser, Kompass, Gyroskop. Ein Gyroskop ist ein Kreiselkompass, der zur Positionsbestimmung genutzt wird – er kann beispielsweise in längeren Tunnels, wenn es keine Funkverbindung gibt, immer noch eine Positionsbestimmung für das Navigationssystem des Smartphones übernehmen. Ein Gyroskop gibt auch Auskunft über die Ausrichtung eines Smartphones, also ob es waagrecht oder senkrecht gehalten wird.

Einige Smartphones verfügen auch über einen UKW-Radioempfänger. Damit kann man wie mit einem normalen Radio  UKW-Sender empfangen, ohne auf das Internet zurückgreifen zu müssen. Es entstehen keine Kosten. Hat Ihr Smartphone-Modell so etwas nicht, gibt es auch drahtlose Kopfhörer, die einen eingebauten UKW-Empfänger haben. Für Fernsehempfang – ebenfalls ohne Internetanschluss – gibt es bei manchen Smartphones auch einen DVB-T-Empfänger, mit dem man digitales, terrestrisches Fernsehen auf den Smartphone-Bildschirm bringen kann.

Die Verbindungen – von Bluetooth bis WLAN

Smartphones können auf verschiedene Arten eine Verbindung zum Internet aufbauen. In GSM-Netzen der zweiten Generation verwenden sie GPRS und EDGE; in UMTS-Netzen der dritten Generation funken sie mit HSDPA und HSUPA, manche auch mit HSPA+. In den USA gibt es bereits erste Smartphones mit der neuen Funktechnik LTE.

Ist ein WLAN-Router in der Nähe, etwa zu Hause, im Büro oder an öffentlichen Hotspots, können Smartphones darüber online gehen, ohne sich direkt mit dem mobilen Internet verbinden zu müssen. Das spart Datenvolumen und damit Geld. Achtung: In angloamerikanischen Produktbeschreibungen wird die WLAN-Funktechnik mit Wifi bezeichnet, manchmal findet man diesen Ausdruck auch in Datenblättern.

Ebenso Standard wie WLAN ist die Datenfunktechnik Bluetooth, damit kann man Daten zwischen Smartphone und PC austauschen, aber nur auf kurze Reichweiten. Bluetooth wird auch genutzt um externe Geräte wie Kopfhörer drahtlos anzuschließen. Für das Navigieren mit dem Smartphone steht die Ortungstechnik GPS zur Verfügung, mittlerweile auch die weiterentwickelte Variante A-GPS. Mit GPS werden, ebenso wie bei Navigationsgeräten im Auto, Satellitendaten zur Positionsbestimmung genutzt.

Das Betriebssystem

Jedes Smartphone ist mit einem Betriebssystem ausgestattet. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Betriebssystemen: solche, die von Hersteller selbst entwickelt wurden und nur auf hauseigenen Geräten laufen – diese heißen „proprietäre“ Betriebssysteme. Außerdem gibt es  Systeme, die von mehreren Smartphone-Herstellern genutzt werden. Zu den Betriebssystemen die nur auf einer Geräte-Marke laufen gehört Apples „iOS“, das „RIM Blackberry OS“ des kanadischen Produzenten von Business-Smartphones „Research in Motion“ und das Betriebssystem „Bada“ von Samsung.

Dazu kommen Betriebssysteme, die auf einer Reihe verschiedener Marken eingesetzt werden. Viele Hersteller setzen auf Googles Android. Für dieses Betriebssystem gibt es ähnlich wie für Apples iOS sehr viele Apps. Zudem wird Android als sogenanntes „Open Source“-System zur Verfügung gestellt, so dass es den Anforderungen der Hersteller angepasst werden kann. Dazu kommt Microsofts Windows-Version für Handys und Tablets; hier gibt es deutlich weniger Apps. Windows wird auf verschiedenen Geräten eingesetzt und ist das Betriebssystem für Nokia-Smartphones der neuen Generation.