Surfsticks

Ein Surfstick ist ein Funkmodem, das am USB-Steckplatz eines Computers angeschlossen wird und mit dem man sich mit dem mobilen Internet verbindet. Dafür benötigt man eine Sim-Karte.

Diese muss in den Surstick gesteckt werden. Viele Surfsticks lassen sich mit Micro-SD-Karten zu Speichersticks aufrüsten.

Einstöpsel und Loslegen: „Plug & Play“

Ein Surfstick benötigt eine Sim-Karte, um sich mit dem Internet zu verbinden. Eine Sim-Karte ist eine Art Ausweis, mit dem man sich im Internet anmeldet und eindeutig identifizierbar ist. Surfsticks werden meist zusammen mit einer Sim-Karte verkauft, man kann aber auch Surfstick und Sim-Karte separat erwerben.

Den Strom bezieht der Surfstick aus dem USB-Anschluss am Notebook oder PC. Nach dem Einstecken startet sich die Installationssoftware automatisch. Diese spielt einen Verbindungsmanager auf den Rechner, mit dem man die Verbindung steuert. Mit der Verbindungssoftware behält man beispielsweise Geschwindigkeit oder verbrauchte Daten im Auge. Die Stick-Hersteller haben meist eigene Verbindungsmanager; wird der Stick bei einem Mobilfunkbetreiber gekauft, stammt der Verbindungsmanager oft von diesem Netzbetreiber.

Welche Frequenzen braucht man am Surfstick

Surfsticks können eine Vielzahl von verschiedenen Funktechniken nutzen. Die meisten Sticks beherrschen GPRS und EDGE in GSM-Netzen der zweiten Generation. Doch die Frequenzen unterscheiden sich, je nach dem, in welchem Land man gerade surfen möchte. Auf dem amerikanischen Kontinent werden in Mobilfunknetzen der zweiten Generation die Bereiche um 850 sowie 1900 MHz genutzt, in Europa, Asien und Australien funkt man in 2G-Netzen auf 900 sowie 1800 MHz. Mit einem Surfstick, der auf allen vier Frequenzbereichen (Quadband) funkt, ist man auf der sicheren Seite. Zeitgenössische Surfsticks, die in Österreich verkauft werden, bieten manchmal diese vier Frequenzen, und sind mitunter an dem Zusatz Quadband zu erkennen. Mit EDGE surft man mit maximal 230 kbit/s.

In Österreich sind UMTS-Netze der dritten Generation ausgebaut: Mit den Ausbaustufen HSDPA und HSPA+ für das Empfangen von Daten und mit HSUPA für das Versenden von Daten. Damit kann man derzeit mit maximal 42 Mbit/s Daten herunterladen und mit maximal 5,76 Mbit/s hochladen. Sticks die theoretisch bis zu 42 Mbit/s bringen, werden manchmal mit dem englischen Ausdruck  „Dual Cell“ gekennzeichnet. In Österreich wird für den Empfang von Daten in UMTS-Netzen die Frequenz von 2100 Megahertz genutzt. Auch hier gilt: Wer den Stick nicht nur in Österreich sondern auch im Ausland nutzen will, sollte daneben möglichst viele Frequenzen an Bord haben. Surfsticks für Globetrotter bieten mitunter vier UMTS-Frequenzen.

Antennen und Speicherkarten als Zubehör

Mit einer Micro-SD-Karte rüstet man einen UMTS-Stick zu einem Speicherstick auf. Viele Sticks bieten mittlerweile diese Option über einen Micro-SD-Slot. Somit hat man das Internet und alle wichtigen Daten stets in der Hosentasche mit dabei.

Eine weitere Anschlussoption an Sticks ist der Steckplatz für eine externe Antenne. Die integrierte Antenne reicht manchmal nicht aus, um ein genügend starkes Signal zu empfangen oder zu senden. Mit einer externen Antenne kann man den Empfang und damit die Geschwindigkeit deutlich erhöhen.

Gesperrte und freie Sticks

Will man den Anbieter wechseln oder etwa im Urlaub kurzzeitig eine andere Sim-Karte in den Surfstick einlegen, erlebt man manchmal eine unangenehme Überraschung: Manche Sticks sind gesperrt über einen sogenannten Sim-Lock. Dann kann ein Stick nur mit einer einzigen Sim-Karte genutzt werden; ist diese beschädigt, muss man Ersatz vom Anbieter anfordern. Hat der Stick nur einen Net-Lock, ist er immer noch auf das Anbieternetz festgelegt. Man kann noch andere Sim-Karten verwenden, jedoch nur in diesem Funknetz. Ob ein Stick gesperrt ist oder nicht, erfährt man vom Anbieter; eine Rückfrage lohnt sich hier, zumal die Information selten auf dem Silbertablett präsentiert wird.

In der Regel gilt: Subventionierte Geräte die man umsonst oder stark verbilligt zu einem Tarif dazu bekommt, haben eine Sperre. Kauft man Surfsticks im freien Handel als Herstellermodelle, sind sie immer ohne Sim- oder Net-Lock. Kauft man gebrauchte Sticks eines Mobilfunkbetreibers online, sollte man sich in jedem Fall erkundigen, ob sie gesperrt sind oder nicht.