Songs-to-go: Musik-Tarife für Smartphones

Musik unterwegs mit dem Handy oder Tablet hören, ohne dabei ein Lied auf den internen Speicher zu laden: verschiedene Musikdienste machen das möglich.

Das Internet als grenzenloser Musik-Speicher

Anstatt Musik auf den internen Speicher seines Gerätes zu laden, fungiert das ganze Internet als riesiger Speicherplatz für die eigene Musiksammlung. Zudem kann die heimische, digitale Musikbibliothek über entsprechende Tarife auf allen eigenen Mobilgeräten synchron genutzt werden.

Es wird unterschieden zwischen Streaming-Flatrates und echten Musik-Tarifen. Bei den Streaming-Flatrates mietet man die Musik lediglich. Die Songs werden auf einem temporären Speicher geladen – dadurch verbraucht man beim reinen Streaming keinen Speicherplatz. Dafür hat man keinen Zugriff mehr auf die Songs, sobald man die Flatrate gekündigt hat.

Bei den echten Musik-Flatrates können die erworbenen Songs auch nach Beendigung des Tarifs behalten werden. Beispiele für solche Dienste sind die Nokia Musik Flat oder iTunes Match, der Musik-Dienst von Apple.

Wer diese Dienste mit seinem Smartphone oder Tablet nutzen möchte, benötigt eine App des jeweiligen Dienstes sowie ein Zugangskonto.

Juke: Musik streamen ab 9,99 Euro im Monat

Ein Beispiel für eine Streaming-Flatrate ist der Anbieter Juke, den es seit Dezember 2011 auch in Österreich gibt. Ab einen monatlichen Abo-Preis von 9,99 Euro können Nutzer auf 15 Millionen Songs zugreifen. Abos werden mit Laufzeiten von 1, 3 und 6 Monaten angeboten.

Für die mobile Nutzung von Juke ist die kostenlose Juke App nötig, die für Android- und Apple-Smartphones angeboten wird. Somit können Nutzer ihre Songs in Playlists speichern und diese auch unterwegs abrufen – sogar ohne Internetverbindung.

Hinter Juke steht der deutsche Streaming-Service-Provider 24-7 Entertainment GmbH. Weitere Informationen gibt es unter www.myjuke.at.

Sportify: Songs mieten oder kaufen

Bei Sportify können Songs sowohl gestreamt als auch gedownloadet werden. Nach eigenen Angaben stehen mehr als 13 Millionen Titel im Musikkatalog zur Verfügung. Spotify gibt es für den heimischen PC, Mac, Home-Audiosystem und Handy. Um Spotify nutzen zu können, muss eine kostenlose Player-Software am Rechner installiert werden. Wer ein iPhone oder Android- Smartphone besitzt, kann die Spotify Mobile App herunterladen. Damit können die eigenen Musikdateien drahtlos synchronisiert und unterwegs abgespielt werden. Um die Songs vom Handy auch im Offline-Modus anzuhören, muss man Premium-Nutzer bei Sportify sein.

Wer seine Songs nicht nur streamen, sondern auch behalten möchte, kann verschiedene Download-Pakete erwerben: 10 Titel, 15 Titel, 40 Titel oder 100 Titel stehen zur Auswahl. Die Kosten liegen zwischen 9,99 Euro und 60 Euro. Wer einen Einzelsong kauft, zahlt 1,59 Euro. Weitere Informationen finden Sie unter www.spotify.com/at/.

iTunes-Match: Österreich muss warten

Musik-Dienste wie iTunes-Match von Apple gehen einen etwas anderen Weg. Man bekommt für einen Pauschalbeitrag nicht beliebige Musik geboten, sondern synchronisiert die Musik, die man bereits besitzt mit der Online-Bibliothek des Unternehmens. Findet das System Lieder aus der lokalen Sammlung online, kann man bis zu 5 Gigabyte Daten hochladen und der Bibliothek hinzufügen.

Diese Art von Dienst bleibt zwar auf bereits erworbene Titel beschränkt – weitere müssen hinzugekauft werden – doch sind diese Lieder auf allen angeschlossenen Geräten nutzbar. Wird die Sammlung zuhause aktualisiert, werden die verfügbaren Lieder für alle iTunes-Geräte synchronisiert. Titel kann man herunterladen und – wie oben beschrieben – behalten.

In Österreich steht iTunes-Match noch nicht zur Verfügung. Laut Berichten des Online-Portals macmania.at arbeiten Apple und die iTunes-Abteilung bereits eng mit den österreichischen Rechteinhabern zusammen. Noch gebe es “rechtliche Probleme”, die gelöst werden müssen.

Wer nicht mehr warten will, bis der Apple-Dienst auch in Österreich verfügbar ist, kann sich einen deutschen iTunes-Account einrichten. Dies ist laut macmania.at via Gutscheinkarte aus Deutschland möglich.

Cloud-Dienste: Jede Menge Platz für eigene Musik

Es gibt auch eine Reihe von Cloud-Diensten, die von Mobilegeräten aus genutzt werden können. Ein Beispiel ist Amazons Cloud Drive, über das auch Musik geordnet und abgespielt werden kann – für iOS und Android gibt es entsprechende Apps.

Reine Musik-Tarife sind diese Dienste jedoch nicht. Vielmehr bieten sie Platz in der Cloud, um eigene Musik hochzuladen und dann vom Mobilgerät aus zu nutzen. Die Nutzung ist manchmal etwas umständlicher, dafür gibt es hier einige Dienste, die auch kostenlos verwendet werden können. Hier muss man aber Abstriche beim Speicherplatz machen. Will man diese Dienste mit viel Platz und Komfort nutzen, zahlt man auch hier.