EDGE in Österreich

Die Datenfunktechnik EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) ist eine Ausbaustufein GSM-Netzen der zweiten Generation und beschleunigt den Datenverkehr.

Die Geschwindigkeit beim Download von Daten wird so von etwa 40 Kilobit pro Sekunde auf bis zu 236 Kbit/s (theoretisch sind sogar 473,6 Kbit/s möglich) gesteigert. Gerade in dünner besiedelten Gebieten, in denen kein UMTS-Netz der dritten Generation verfügbar ist, wird EDGE eingesetzt, um die Datenraten zu steigern.

A1 macht es 2005 vor

Im Sommer 2005 nimmt der Netzbetreiber A1, damals noch Mobilkom Austria, ein eigenes EDGE-Netz in Betrieb, das derzeit (Oktober 2010) flächendeckend fast ganz Österreich mit schnellem Datenfunk der zweiten Generation versorgt. Die Strategie vom Mobilkom Austria: Der EDGE-Ausbau beginnt gleichzeitig mit dem UMTS-Ausbau. So kann schnell eine österreichweite gute Abdeckung mit schneller Datenübertragung erreicht werden - durch die Kombination von EDGE und UMTS.

Relativ spät beginnt der Ausbau der 2G-Netze auf EDGE bei T-Mobile Austria. Erst 2007 startet diese Modernisierung bei T-Mobile. Nachdem der Konzern lange nicht an die Notwendigkeit eines Ausbaus geglaubt hat, folgt er im Jahr 2007 dem Beispiel der Mobilkom Austria. Erleichtert wird dieser Schritt durch die zeitgleiche Übernahme der Netze des Unternehmens Tele.Ring.

Drei und Orange

Orange Austria erwirbt im Jahr 2004 zu den eigenen GSM-Frequenzen im 1800-Megahertz-Band noch Frequenzen im 900-MHz-Bereich. Funkzellen im 900-MHz-Band werden seither mit EDGE aufgerüstet. Im Februar 2010 waren 400 Sender mit EDGE ausgestattet.

Über gar kein EDGE-Netz verfügt bisher Hutchison 3G Austria, bekannt unter dem  Markennamen Drei. Der Netzbetreiber hat 2003 eine UMTS-Lizenz erworben und funkt seither nur im 3G-Netz. Für GSM/EDGE-Dienste besteht ein National-Roaming-Vertrag mit A1 Telekom Austria. Die Abdeckung in Bezug auf EDGE ist bei Drei.at also mit der von A1 identisch.