GPRS in Österreich

General Packet Radio Service (GPRS) ist eine Technik zur Datenübertragung in GSM-Netzen der zweiten Generation mit einer Downloadgeschwindigkeit von circa 64 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s).

Theoretisch sind unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten bis zu 171 Kbit/s möglich. Diese Geschwindigkeit ist in der Praxis aber nur schwer erreichbar.

In Österreich ist die Versorgung mit GPRS nahezu überall gegeben. Drei der vier Netzbetreiber verfügen über ein eigenes GSM-Netz, in dem mit GPRS gesurft werden kann.

A1 war der Vorreiter

Das erste flächendeckende GPRS-Netz in Österreich wurde im Jahr 2000 von der damaligen Mobilkom Austria errichtet. „Mit GPRS entwickelt sich das Mobiltelefon wieder einen Schritt weiter: Von der überwiegend sprachorientierten Nutzung zu einem mobilen Internet-Terminal", sagte Boris Nemsic, damals Generaldirektor Mobilkom Austria im Jahr 2000. Heute deckt A1 Telekom Austria nahezu ganz Österreich mit GPRS ab.

Orange Austria hat im Februar 2001 – damals noch unter dem Namen One – mit dem Ausbau der GPRS-Netze begonnen. Heute erreicht Orange Austria nach eigenen Angaben eine Netzabdeckung von 98,6 Prozent.

Hutchison 3G Austria hat kein GSM-Netz

Ebenfalls im Jahr 2001, allerdings im April, startete max.mobil den kommerziellen Betrieb eines GPRS-Netzes. Ein Jahr später wurde max.mobil zu T-Mobile Austria. Neu war bei der GPRS-Nutzung die Abrechnung nach Volumen anstatt nach Zeit. Pro zehn-Kilobyte-Block lag der Preise bei max.mobil damals zwischen fünf und dreißig Cent.

Ganz ohne GSM-Netz und somit auch ohne GPRS-Dienstleistungen ist Hutchison 3G Austria, - bekannt unter dem Markennamen „Drei“ - am österreichischen Markt. Hutchison 3G Austria verfügt nur über eine UMTS-Lizenz. Um Drei-Kunden Dienstleistungen auch in 2G-Netzen zu bieten, hat Hutchison 3G Austria einen Nationalen Roaming-Vertrag mit A1 Telekom Austria: Drei-Kunden werden also automatisch in das GSM-Netz von A1 weitergereicht – wenn das eigene UMTS-Netz nicht verfügbar ist.