GSM in Österreich

Mit Mobilfunk-Netzen, welche die Datenfunktechnik GSM nutzen, wird in Österreich zunächst mobiles Telefonieren, später auch mobiles Internet zu einem für jedermann zugänglichen Angebot.

In Österreich startete das erste GSM-Netz 1993. Derzeit haben drei Mobilfunkbetreiber ein GSM-Netz: A1 Telekom Austria, T-Mobile Austria und Orange Austria. Der vierte Betreiber „Drei“ setzt ausschließlich auf die neueren Mobilfunktechniken UMTS und LTE.

GSM-Netzabdeckung von über 98 Prozent

GSM-Netze wurden fürs mobile Telefonieren konzipiert, später kamen zum Telefonieren weitere Funktionen wie Kurznachrichten (SMS) oder mobiles Internet dazu. Dafür waren die  Sprachverbindungen der GSM-Netze zunächst nicht ausgelegt. Sie wurden dann im Laufe ihrer Entwicklung durch zwei reine Datenübertragungs-Techniken für GSM-Netz ergänzt, dies sind GPRS und EDGE. Diese Zusatztechniken werden in Österreich von allen drei GSM-Netzbetreibern angeboten.

In Österreich werden die GSM-Netze auf den  Funkfrequenzen in den Bereichen 900 und 1.800 Megahertz betrieben.  In einem Land wie Österreich ist selbst eine annähernd flächendeckende Versorgung mit einem Mobilfunknetz nicht machbar – aber schließlich muss man nicht in jeder Hochgebirgs-Schlucht mit dem Handy erreichbar sein. Dort wo Menschen wohnen und arbeiten ist die Versorgung sehr gut. Die Abdeckung in Prozent der Bevölkerung liegt für österreichische GSM-Netze bei über 98 Prozent, so die veröffentlichten Zahlen der Mobilfunkbetreiber.

Die GSM-Netze in Österreich

Im Jahr 1991 beginnt das Staatsunternehmen Post und Telegraphenverwaltung, aus der die heutige A1 Telekom Austria hervorging, mit dem Aufbau eines GSM-Netzes, dies wird in Österreich E-Netz genannt. Die erste Basisstation steht auf dem Dach des Arsenal in Wien, in der Folge wird ein lokales Wiener Netz aufgebaut 1994 wird das GSM-Netz von der Post mit rund 400 GMS-Basisstationen kommerziell in Betrieb genommen; Ende 1995 hat es über 100.000 Kunden.

1996 gibt es die erste Lizenz für einen privaten Konkurrenten, ein deutsch-österreichisches  Firmenkonsortium namens Ö-Call, an der auch die Deutsche Telekom beteiligt ist. Die Marke heißt max.mobil. In der Folge übernimmt die Deutsche Telekom nach und nach alle anderen Beteiligungen, seit 2002 heißt das Unternehmen T-Mobile Austria. 1998 startet der dritte GSM-Betreiber, damals  Connect Austria, später „One“ heute Orange. Im März 2000 haben alle drei Betreiber zusammen rund 3,8 Millionen Kunden.